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Korallenbaum - Ceibo - Erythrina crista-galli

Der in Paraguay Ceibo genannte Baum gehört eigentlich zu den Korallenbäumen bzw. -sträuchern. Die lateinische Bezeichnung dieser Art lautet Erythrina crista-galli, ein anderer deutscher Name ist Hahnenkammbaum. Mit dem ebenfalls oft als Ceibo bezeichten Flaschenbaum hat er botanisch keine nähere Verwandschaft, außer daß beides Hülsenfrüchtler sind. Korallenbäume kommen sowohl in Süd- und Mittelamerika, als auch in Afrika vor, allerdings in unterschiedlichen Arten, die von Sträuchern bis zu maximal 20m hohen Bäumen reichen. Der in Paraguay vorkommende Korallenbaum erreicht 10-12m. Seine roten Blüten gelten als ein Symbol für Mut und Kraft, daher wurde der Ceibo per Dekret vom 02.12.1942 zur Nationalpflanze Argentiniens erklärt.

Eine Guarani-Legende über diesen Baum erzählt folgendes:
Anahí war die einzige Tochter eines Häuptlings eines Guaraní Stammes, der am Fluss Paraná siedelte. Ihr Vater wurde von den Spaniern bei einem Kampf ermordet. Da sie die einzige Tochter war, führte sie ihr Volk im Kampf gegen die Invasoren.
Anahí fügte den Spaniern einige bittere Niederlagen zu. Deshalb beschlossen die Spanier sie zu entführen. Nach einem Fluchtversuch und der Tötung eines Wächters glaubten die Spanier, sie wäre eine Hexe, denn sie trauten der zierlichen Frau nicht zu, daß sie den Wachmann eigenhändig ermorden konnte. Und so wurde sie zum Tod durch Verbrennen verurteilt.
Sie wurde an einen Baum gebunden und bei lebendigem Leibe verbrannt. Kaum entflammte das Feuer, passierte etwas Unglaubliches: Die Zuschauer liefen vor Schrecken davon, als der Baum sich in einer Weise zu schütteln begann, wie sie dies nie zuvor gesehen hatten. Am folgenden Morgen fand man keine Spuren des Feuers, jedoch stand am selben Ort ein großer, auffallend schöner Baum mit purpurroten Blüten.

 

Bilder Wikipedia: 01: Rukatrewa - 02: H. Zell - 03: Bidgee - 04: Forest & Kim Starr - 05: Roger Culos